Energieberater – energieffizientes Bauen mit Fachmann

Eine professionelle Energieberatung ist eine wichtige Hilfe beim energieeffizienten Bauen und Sanieren. Der Energieberater hilft Energie zu sparen, und schont dabei nicht nur die Umwelt sondern in Zeiten von steigenden Strom- und Heizungspreisen auch den Geldbeutel. Er ermittelt für Bauherren und Eigenheimbesitzer die Schwachstellen am Gebäude, die Energie verschwenden und unterstützt bei der Behebung. Beim Neubau ist Energie sparen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wichtige Begriffe in diesem Zusammenhang sind die Mindestanforderungen der Energie-Einspar-Verordnung von 2014 (EnEV) sowie die verschärften Dämmanforderungen von 2016. Planungs- und Ausführungsfehler beim Hausbau führen unweigerlich später zu aufwändigen und kostenintensiven Sanierungen. Aber auch Bestandsimmobilien müssen von Zeit zu Zeit modernisiert und auf Einsparpotenziale beim Energieverbrauch hin untersucht werden. Eine Vor-Ort-Energieberatung ob nun bereits bei bestehenden Immobilien oder für eine umfassende Baubegleitung eines Neubaus ist staatlich gefördert. Energieberater unterstützten den Bauherrn oder Hausbesitzer nach der Suche und Beantragung passender Fördermittel und Zuschüsse.

Was macht ein Energieberater?

Gebäude-Energieberater sind häufig Architekten, Bauingenieure oder auch Bautechniker und Handwerkermeister. Als Energieberater müssen sie den energetischen Standard von Gebäuden erkennen, einschätzen und entsprechend optimieren. Darum müssen sie zahlreiche Weiterbildungen absolviert haben aber sich auch fortwährend weiterbilden.

Energieeffizienz beim Bauen | Foto: (c) Coloures-Pic/fotolia.com

Umfangreiche Kenntnisse müssen in den Bereichen Bauphysik, Energiesparkonzepte, modernste Anlagentechnik, Dämmung der Gebäudehülle und Einsatz erneuerbarer Energien vorliegen. Der Beruf „Energieberater“ ist kein geschützter Begriff. Viele sind in Verbänden organisiert. Einige Energieberater sind von staatlicher Stelle für Fördermittel zugelassen (wie von der BAFA und der KfW). Diese Institutionen achten auch darauf, das ihre Berater auf den neuesten Stand sind sowie stetig wachsenden Anforderungen genügen.

Der Energieberater macht sich zur Hauptaufgabe Energiekosten zu senken sowie energieffizientes Bauen zu fördern. Er übernimmt die Baubegleitung für Bauherren vor Ort oder nach eingehender Untersuchung der Immobilie schlägt er energetische Sanierungsmaßnahmen für Eigenheimbesitzer vor. Er ist der richtige Ansprechpartner für umweltfreundliche Heizungen, Solaranalagen auf dem Dach oder die Planung eines Nullernergiehauses.

Leistungen des Energieberaters

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Energieberaters gehören die Baubegleitung für den energetischen Neubau sowie die Sanierung von Bestandsimmobilien. Beide sind Vor-Ort-Beratungen, denn nur die genaue Untersuchung des entsprechenden Gebäudes hilft dem Bauherrn oder Eigentümer die Schwachstellen zu entdecken und geeignete Maßnahmen zu erfahren.

Energieberatung und Baubgebleitung für den Neubau

Wer ein Haus neu baut, hat die Freiheit zu entscheiden wie er Ernergie einsparen will, solange die gesetzlichen Mindestanforderungen eingehalten werden. Mit einer Solaranlage auf dem Dach sind diese bereits erfüllt. Doch nicht jeder Bauherr wünscht Solarenergie und auch nicht jede Grundstückslage lässt dies zu. Ein Energieberater hilft mit geeigneten Angeboten bei der Entscheidung. Eine moderne Anlagentechnik oder eine starke Dämmung der Gebäudehülle zählen auch zu den Möglichkeiten.

Ob ein Haus energie spart, hängt nicht nur von seiner Bauweise und dem gewählten Haustyp, von der Heizung und den verwendeten Materialien ab, sondern vor allem von einer sorgfältigen Planung und Bauausführung. Daher ist es empfehlenswert, wenn der Energieberater von Anfang mit dabei ist. Die in der Planung festgelegten energetischen Ziele müssen auf der Baustelle auch technisch umgesetzt werden. Da der Bauherr als Laie kaum Erfahrung vorzuweisen hat, ist die Einschaltung eines Fachmanns im Bereich Energetisches Bauen unabdingbar. Hier kommt der Energieberater ins Spiel, der dafür sorgt, dass alles genauso umgesetzt wird, wie in der Planung beschrieben und in Verträgen festgelegt.

Ein Energieberater, der in der Baubegleitung tätig ist, muss sehr hohe Anforderungen erfüllen. We muss ein beachtliches Wissen in folgenden Bereichen vorweisen:Rechtliche Aspekte, finanzielle Förderung, Bauphysik, Anlagentechnik, Auswirkung diverser Handwerkerleistungen, Durchführung von Energiebedarfsrechnungen. Die Haftungsfrist für seine Dienstleistung beträgt 10 Jahre.

Das Einschalten eines Energieberaters bereits bei der Hausbauplanung, hilft frühzeitig späteren Fehlern vorzubeugen. Aber auch im Nachinein wird er tätig. Bei der Bauabnahme überpüft er das Gebäude auf Schwachstellen, erstellt eventuelle Verbesserungs- und Ausbesserungsmaßnahmen für die Handwerker. Meist wird die Luftdichtigkeit des Objekts mit einem Blower-Door-Test gemessen.

Eine gute fachliche Beratung von der Planung bis zur Fertigsstellung bringt dem Bauherrn viel. Er bekommt ein individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Haus, das Energiekosten spart und mindestens den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Er kann natürlich auch in einzelnen Bauphasen eingeschaltet werden und berät je nach Bedarf.

Ein Einschalten eines Energieberaters lohnt sich sowohl beim Bauen mit Architekten aber auch mit Fertighausanbietern. Noch bevor der Bauvertrag unterzeichnet ist, prüft der Energieberater eingehend die Planungen zum Energiekonzept, bessert sie eventuell nach und passt sie an Ihre Bedürfnisse an.

Weitere Leistungen bei einem Neubau sind:
  • Berechnung des Energiekonzeptes mit allen Detailplanungen
  • Beratung über mögliche Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen
  • Beratung und Aufklärung bei der Auftragsvergabe
  • Überprüfung der Arbeiten auf fachlich korrekte Ausführung
  • Veranlassung von Blower-Door-Test und Thermografie
  • Unterstützung und Begleitung bei der Abnahme

Sanierung und Moderniesierung bestehender Immobilien

Wer gerade ein Haus gekauft hat und plant es energetisch zu moderniesieren, nimmt genau so die Hilfe eines Energieberaters in Anspruch, wie jemand der sein bestehendes Eigenheim sanieren möchte. Der Energieberater untersucht das Gebäude, findet die Schwachstellen am Objekt sowie veraltete Technik, die unnötig Energie verschwendet. Anschließend erstellt er einen Maßnahmenkatalog und berät den Eigentümer zu geeigneten energiesparenden Verbesserungen. Wenn gewünscht begleitet er anschließend auch die gesamte Planung und Ausführung bishin zur Abnahme der Sanierungarbeiten. Der Energieberater kann auch einzelne Sanierungsmaßnahmen vorschlagen. Eine Vor-Ort-Energieberatung wird staatlich gefördert. Die KfW fördert dabei eine Komplettsanierung zum Effizienzhaus sowie Einzelmaßnahmen wie Fensteraustausch oder eine Heizungsmodernisierung. Der Energieberater übernimmt den Fördermittelantrag.

Beratung zum richtigen Wohnen

Entscheidend für den Erfolg der Energieeinsparung, neben der Planung und Bauqualität, ist auch das Nutzerverhalten. Es ist die Art und Weise, wie Menschen ihr Haus bewohnen, wie sie heizen und lüften. Der Energieberater erstellt für Ihr neues Haus oder Ihren sanierten Altbau eine „Gebrauchsanweisung“. Er begeht nach Fertigstellung der Arbeiten mit Ihnen gemeinsam das Gebäude und erklärt ,auf Ihre Bedürnisse angepasst, wie sie heizen und lüften sollen, um optimale Verbrauchswerte zu erreichen.

Wie den richtigen Energieberater finden?

Energieberater erbringen ihre Leistungen vor Ort, und beraten zu energiesparenden Bauen bei Neubauten aber auch bei der Modernisierung bzw. Sanierung von Altbauten. Eine umfassende Baubegleitung verspricht eine sorgfältige Planung aber auch Ausführung der energiesparenden Maßnahmen. Energieberater beraten auch zu Förderungen und stellen Anträge für Zuschüsse und Kredite. Wichtig bei Fördermitteln und Zuschüssen aller Art ist, dass Sie dazu einen Experten aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes beauftragen. Nur ein dort gelisteter Experte ist berechtigt, die Förderanträge zu unterzeichnen. Er besitzt eine Förderberechtigung. Denn der Beruf ist nicht geschützt, jeder kann sich so nennen. Die KfW aber auch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle stellt besondere Anforderungen an die Qualifikation von Energieberatern. Beide Institute stellen sicher, dass die Energieberater fortwährend an bestimmten Weiterbildungen teilnehmen. Weiterhin gilt, nehmen Sie nicht den erstbesten Energieberater, sondern prüfen Sie mehrere Angebote und fordern Referenzobjekte an.

Foto: (c) Coloures-Pic/fotolia.com

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